Die Verbindung von Medienarbeit und Naturerfahrung eröffnet vielfältige Zugänge zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und fördert unterschiedliche Perspektiven auf die Umwelt. Im naturwissenschaftlichen Kontext ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte. Beim Fotografieren können mathematische Fragestellungen auf Vorschulniveau bearbeitet werden. Der (junge) Mensch kann sich in der Natur als Teil der biologischen Natur erleben und die physikalisch-physischen Auswirkungen verschiedener Klimata erleben. Draußen sein fördert die Gesundheit (SDG 3), wir vermitteln hochwertige Bildung (SDG 4) und die Kinder lernen vieles über die Diversität des Lebens an Land (SDG 15).
Eine Kompetenz, die durch Mediennutzung in der Natur sehr stark gefördert wird, ist die Perspektivenvielfalt. Ein einfacher Apfel sieht völlig verschieden aus, je nachdem, wie wir ihn fotografieren.
Durch Fotografie derselben Pflanze über einen längeren Zeitraum oder derselben Ansicht einer Landschaft wird die Zeit sowie der Wandel der Natur im Laufe der Jahreszeiten für Kinder sicht- und erlebbar. Durch diese intensiven Erlebnisse in der Natur kann bei vielen Kindern eine ungeahnte Begeisterung für die Natur und Naturwissenschaften geweckt werden.
Medienarbeit wird so zu einem Werkzeug, das Selbstwirksamkeit erfahrbar macht und Zusammenhänge zwischen technischem Handeln und Ergebnis sichtbar werden lässt.
Medien können von Kindern auf diese Weise als etwas von Ihnen Veränderbares und als Spielfeld der Kreativität erlebt werden. Das Ergebnis des Handelns ist zudem unmittelbar sichtbar. Kinder können selbst zum Beispiel ein Geräusche-Quiz erstellen. Wenn genügend Zeit zur Verfügung steht, kann mit der Stop-Motion-Technik sogar ein eigener Trickfilm gebaut werden. Das ist Selbstwirksamkeit statt Konsum par Excellence.
Anina Dürmüller-Frei, Referentin
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